SaferPhone-Initiative: WeCollect unterbricht Sammlung und begrüsst Aufbau einer neuen Trägerschaft 

 

Vor einer Woche ist die Unterschriftensammlung der SaferPhone-Initiative gestartet – auch auf der Plattform WeCollect. Die Initiative will die allgemeine Belastung durch Mobilfunkstrahlen reduzieren, das Vorsorgeprinzip stärken und ein landesweites Glasfasernetz fördern. Unterstützende der Initiative sind ein überparteiliches Komitee, die Grünen Schweiz, der Verein Frequencia sowie Fachorganisationen aus dem Bereich Wohnen und Bauen.

Seit Beginn der Sammlung sind verschiedene Medienartikel erschienen, welche den Verein Frequencia, der die SaferPhone-Initiative mitinitiiert hat, mit «verschwörungstheoretischen» Kreisen in Verbindung gebracht haben. Der Grund dafür waren Blog-Beiträge, die auf der Webseite aufgeschaltet, aber nicht mehr öffentlich zugänglich waren. Darunter fand sich unter anderem der Artikel «5G und Covid-19: Gibt es einen Zusammenhang?» (21.04.2020).

Marcel Hofmann, Frequencia-Vorstandsmitglied, reagierte auf kritische Fragen der News Plattform Watson (16.09.2022) zum Blog-Beitrag nur ausweichend. Die Stiftung für direkte Demokratie distanziert sich klar von Äusserungen, die auf Verschwörungstheorien basieren. Die Aussagen sind für die Stiftung Grund genug, die Unterschriftensammlung für die SaferPhone-Initiative zu unterbrechen, bis der Verein Frequencia zu den Vorwürfen Stellung bezogen und sich von verschwörungstheoretischen Aussagen distanziert hat.

Die Stiftung für direkte Demokratie begrüsst, dass sich das Initiativkomitee der SaferPhone-Initiative entschieden hat, die Trägerstruktur für die Initiative neu aufzubauen. Diese Neuaufstellung erlaubt, eine inhaltliche Diskussion der Initiative weiter zu führen. Mit neuen Technologien ist eine demokratische Debatte über die Rahmenbedingungen von Mobilfunk nötig. Es gilt, gemäss dem Vorsorgeprinzip für tiefstmögliche Strahlenbelastung für Mensch und Umwelt zu sorgen, wie dies auch der Initiativtext fordert.

Die SaferPhone-Initiative ist die erste Unterschriftensammlung auf der Plattform WeCollect, die unterbrochen wurde. Seit dem Start 2015 wurden über 700'000 Unterschriften für 72 Initiativen und Referenden gesammelt. Bis heute ist die WeCollect Community auf über 100’000 Menschen gewachsen.

WeCollect wird betrieben von der gemeinnützigen, parteiunabhängigen Stiftung für direkte Demokratie. Die Stiftung fördert Volksinitiativen und Referenden, welche auf Werten wie Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit gründen.

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