• Halbierungs-Initiative

  • Am 8. März hat die Stimmbevölkerung die sogenannte Halbierungs-Initiative mit knapp 62% klar abgelehnt. Die Stiftung für direkte Demokratie hat sich mit einer Kampagne im Abstimmungskampf engagiert, weil die Initiative einen zentralen Teil der demokratischen Infrastruktur schwächen wollte: die SRG.

    Daniel Graf, Lisa Schweizer und Pascal Nufer beim Testen von Argumenten gegen die Halbierungs-Initiative.

    Foto: Daniel, Lisa, Pacal und Sophie am Abstimmungssonntag in Bern.

    Medialer Service public: ein Muss für die direkte Demokratie

    Die Stiftung für direkte Demokratie engagiert sich im Abstimmungskampf, weil die Initiative einen zentralen Teil der demokratischen Infrastruktur der Schweiz schwächt: die SRG.

    Die SRG ist kein beliebiges Medienunternehmen. Sie ist Service public. Sie ist gesetzlich verpflichtet, ausgewogen, verlässlich und aus allen Regionen zu berichten – unabhängig von Werbegeldern, Medienmacht oder Plattform-Algorithmen. Damit ist sie die Grundlage für unsere direkte Demokratie.

    Mit halb so viel Geld kann die SRG diesen Auftrag nicht mehr erfüllen. Nicht flächendeckend. Nicht mehrsprachig. Nicht in der heutigen Qualität. Besonders betroffen wären Randregionen, Minderheitensprachen und aufwendige Informations- und Hintergrundformate – genau dort also, wo der Markt heute schon versagt und das Mediensterben sichtbar ist.

    Die Digitalisierung setzt die Demokratie zunehmend unter Druck. KI-generierte Inhalte sind kaum mehr von echten zu unterscheiden. Wenige Tech-Konzerne entscheiden mit ihren Algorithmen, was sichtbar wird – und was nicht. Desinformation wird billiger, schneller und gezielter politisch eingesetzt. Gerade jetzt braucht unsere Demokratie verlässliche, unabhängige Medien wie die SRG.

    Unsere Kampagne gegen die Halbierungs-Initiative

    Das Ziel unserer Community-Kampagne: 100’000 Gespräche. Dort, wo Meinungen entstehen: am Küchentisch, im Büro oder an der Bushaltestelle. Dafür haben wir ein Argumente-Training und einen Gesprächscoach entwickelt, damit möglichst viele Menschen sicher und überzeugend argumentieren können.

    Zusätzlich hat Pascal Nufer, Journalist und Journalismus-Dozent, in der Podcast-Reihe «Rendez-vous am Chuchitisch» spannende Gespräche über Medien, Politik und Demokratie geführt. Zu Gast am Chuchitisch waren unter anderem Werner van Gent, Gülsha Adilji und Mike Müller.

    Nach der Abstimmung steht jetzt die grösste Weichenstellung kurz bevor: Der Bundesrat entscheidet über die Konzession und damit über die Zukunft der SRG. Die Stiftung für direkte Demokratie setzt sich weiterhin für einen starken, digitalen und regionalen Service public ein und hat darum ein kurzes Manifest geschrieben: «Update statt Abbau: Eine lebendige Demokratie braucht mehr SRG!»

    «Als Journalist spreche ich im Freundeskreis über die Halbierungs-Initiative und die Gefahr von Fake News. Pro Woche sind das mindestens fünf Gespräche.»

    – Pascal Nufer, ehemaliger SRF-Korrespondent

    Trägerschaft: Stiftung für direkte Demokratie